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HEIMATSTRATEGIE

Behördenverlagerung als Strukturpolitik

Die Heimatstrategie ist ein neues Kapitel für die künftige Strukturentwicklung Bayerns. Ein zentraler Baustein der Heimatstrategie sind Behördenverlagerungen. Sie schaffen sichere Arbeitsplätze, dienen der Wirtschaft als Vorbild und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes.

Der ländliche Raum ist Bayerns Heimat. Über die Hälfte der Einwohner des Freistaates sind hier daheim. Die große Herausforderung im ländlichen Raum ist die demographische Entwicklung. Wir wollen kein Bayern der zwei Geschwindigkeiten in Stadt und Land. Die Gleichwertigkeit der Lebens- und Arbeitsbedingungen hat in Bayern Verfassungsrang (Art. 3 Absatz 2 der Bayerischen Verfassung).

2015 war Startschuss der größten Regionalisierung von Behörden und staatlichen Einrichtungen der letzten Jahrzehnte. Das Konzept „Regionalisierung von Verwaltung“ sieht Verlagerungen von über 50 Behörden und staatlichen Einrichtungen mit 3.155 Personen (2.225 Beschäftigte und 930 Studierende) in die ländlichen Regionen Bayerns vor. Alle Regierungsbezirke profitieren davon. Für die neuen Behördenstandorte wurden vorrangig Regionen ausgewählt, die im Raum mit besonderem Handlungsbedarf liegen und nicht im Rahmen der Hochschulinitiativen bereits umfangreich gefördert werden. Konversionsgemeinden wurden ebenfalls berücksichtigt.

Die Staatsregierung arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung des Konzepts und damit an der Stärkung des ländlichen Raumes. 2015 und 2016 sind 28 Behörden und staatliche Einrichtungen mit mehr als 200 Beschäftigten und 170 Studierenden in allen Regierungsbezirken gestartet. 2017 und 2018 sollen weitere Projekte starten und der Personalaufbau an den bereits eingerichteten Standorten fortgesetzt werden (mehr als 300 Beschäftigte und 260 Studierende). Bis 2018 sollen insgesamt mehr als 70 Prozent der Projekte gestartet sein.

Die Bayerische Staatsregierung hat in der Klausurtagung in St. Quirin am 30. Juli 2016 die nächste Stufe der Behördenverlagerung gezündet. Das Strukturkonzept „Chancen im ganzen Land“ sieht strukturelle Impulse für die Regierungsbezirke Mittelfranken und Niederbayern mit insgesamt mehr als 540 Arbeitsplätzen vor. Kernstück ist die Verlagerung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege von München nach Nürnberg. Erste Umsetzungsschritte sollen bereits im Jahr 2017 verwirklicht werden.

Behördenverlagerung nur gemeinsam mit den Beschäftigten

Ein besonderes Augenmerk der Staatsregierung liegt auf der sozialverträglichen Gestaltung der Verlagerungen. Es wird daher keine Zwangsversetzungen an die neuen Zielstandorte geben. Das Personalrahmenkonzept enthält ein ganzes Paket an monetären und nicht-monetären Anreizen, um den Umsetzungsprozess für die Beschäftigten und Behörden gleichermaßen zu erleichtern.

Behördenverlagerungen 2015
(PDF, 403 KB)

Personalrahmenkonzept
(PDF, 393 KB)

Ergänzende Informationen
(PDF, 404 KB)

Informationen für Bewerberinnen und Bewerber

Die Verlagerungen im Rahmen der Heimatstrategie sind ressortverantwortlich durchzuführen. Gleiches gilt für ressorteigene Planungen zur Personalbesetzung. Anfragen und Bewerbungen für die neuen Behörden und Behördenteile bitten wir daher an das fachlich zuständige Staatsministerium zu richten.  

Informationen zu Immobilien

Immobilienangebote zur Unterbringung der neuen Behörden bzw. Behördenteile bitten wir an die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) als Dienstleister in Unterbringungsfragen für alle staatlichen Stellen zu richten. Die IMBY wird auf Sie zu kommen, sofern Ihr Angebot für die Unterbringung einer staatlichen Einrichtung in Frage kommt. Mehr Informationen zur IMBY finden Sie im Internet unter www.immobilien.bayern.de.