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Heimatstrategie - Behördenverlagerungen

Behördenverlagerungen sind ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. Sie schaffen sichere Arbeitsplätze, dienen der Wirtschaft als Vorbild und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Damit wird dem Verfassungsauftrag aus Artikel 3 Absatz 2 Satz 2 der Bayerischen Verfassung Rechnung getragen, in ganz Bayern gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fördern und zu sichern.
 
2015 war Startschuss der größten Regionalisierung von Behörden und staatlichen Einrichtungen der letzten Jahrzehnte. Das Konzept „Regionalisierung von Verwaltung“ beinhaltet die Verlagerung von über 50 Behörden und staatlichen Einrichtungen mit 3.155 Personen (2.225 Beschäftigte und 930 Studierende) in alle Regierungsbezirke Bayerns. Für die neuen Behördenstandorte wurden vorrangig Regionen ausgewählt, die im Raum mit besonderem Handlungsbedarf liegen und nicht im Rahmen der Hochschulinitiativen bereits umfangreich gefördert wurden. Konversionsgemeinden wurden ebenfalls berücksichtigt.
 
Die Bayerische Staatsregierung ist mit den Behördenverlagerungen voll auf Kurs. Das Konzept „Regionalisierung von Verwaltung“ wird mit Hochdruck umgesetzt: Bis Ende 2017 wurde bereits bei insgesamt 37 Behörden und staatlichen Einrichtungen mit mehr als 650 Personen der Betrieb aufgenommen. Das sind bereits rund 60 % der Verlagerungsprojekte.
 
Bis Ende 2018 sollen insgesamt 48 Behörden und staatliche Einrichtungen mit rund 1.150 Personen den Dienstbetrieb aufgenommen haben. Damit werden 75 % der Projekte mit mehr als 1/3 des gesamten Verlagerungsvolumens vor Ort sein.
 
Die Bayerische Staatsregierung hat 2016 die nächste Stufe der Behördenverlagerung gestartet. Das Strukturkonzept „Chancen im ganzen Land“ ist Bestandteil der Heimatstrategie und sieht weitere strukturelle Impulse für die Regierungsbezirke Mittelfranken und Niederbayern mit insgesamt rund 540 Arbeitsplätzen vor. Erste Umsetzungsschritte wurden bereits im Jahr 2017 verwirklicht. Das Bayerische Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege wurde am 20. November 2017 in Nürnberg feierlich eröffnet. Die Landesanstalt für Landwirtschaft ist mit ersten Beschäftigten Ende 2017 in Ruhstorf a. d. Rott im Landkreis Passau gestartet. 

Behördenverlagerung nur gemeinsam mit den Beschäftigten

Ein besonderes Augenmerk der Staatsregierung liegt auf der sozialverträglichen Gestaltung der Verlagerungen. Es wird daher keine Zwangsversetzungen an die neuen Zielorte geben. Das Personalrahmenkonzept enthält ein ganzes Paket an monetären und nicht-monetären Anreizen, um den Umsetzungsprozess für die Beschäftigten und Behörden gleichermaßen zu erleichtern.

Behördenverlagerungen 2015
(PDF, 403 KB)

Personalrahmenkonzept
(PDF, 393 KB)

Ergänzende Informationen
(PDF, 404 KB)

Informationen für Bewerberinnen und Bewerber

Die Verlagerungen im Rahmen der Heimatstrategie sind ressortverantwortlich durchzuführen. Gleiches gilt für ressorteigene Planungen zur Personalbesetzung. Anfragen und Bewerbungen für die neuen Behörden und Behördenteile bitten wir daher an das fachlich zuständige Staatsministerium zu richten.
Informationen über Ausbildungsrichtungen und das Auswahlverfahren können über die Internetseiten des Bayerischen Landespersonalausschusses (www.lpa.bayern.de) abgerufen werden.

Informationen zu Immobilien

Immobilienangebote zur Unterbringung der neuen Behörden bzw. Behördenteile bitten wir an die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) als Dienstleister in Unterbringungsfragen für alle staatlichen Stellen zu richten. Die IMBY wird auf Sie zu kommen, sofern Ihr Angebot für die Unterbringung einer staatlichen Einrichtung in Frage kommt. Mehr Informationen zur IMBY finden Sie im Internet unter www.immobilien.bayern.de.