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Pressemitteilung Nr. 514
München, 30.11.2017

SÖDER UND SPAENLE: VERNETZUNG VON HOCHSCHULEN IN BAYERN UND TSCHECHIEN SCHREITET VORAN
Neue Hochschulagentur unterstützt im ersten Jahr 48 Projekte mit über 650 Forschenden, Lehrenden und Studierenden

Die bayerisch-tschechische Zusammenarbeit schreitet voran. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die 2016 ins Leben gerufene Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur (BTHA). Sie unterstützt Wissenschaftler und Studierende aus beiden Ländern bei grenzüberschreitenden Projekten, Forschungs- und Studienaufenthalten. „Bereits nach einem Jahr verzeichnet die Hochschulagentur hohe Förder- und Stipendienzahlen.“ Diese erste Bilanz zogen Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle anlässlich des 2. Bayerisch-Tschechischen Hochschulforums der Bayerisch-Tschechischen Hochschulagentur und der OTH Amberg-Weiden. An dem Bayerisch-Tschechischen Hochschulforum in Weiden nehmen rund 130 Teilnehmer von 19 tschechischen und 12 bayerischen Hochschulen teil.

Minister Spaenle betonte: „Die neue Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur spannt nicht nur Brücken zwischen den Hochschulen, zwischen Lehrenden und Studierenden der beiden Nachbarländer, sondern sie ist eine wichtige Einrichtung, die die Verständigung und die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern nachhaltig vorantreibt und als Vorbild auch für andere Kooperationspartner dienen kann. Ich freue mich, dass die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur hier einen sehr guten Start hingelegt hat.“

Die Hochschulagentur vernetzt mit Förderprogrammen, Hochschulforen und Rektorendelegationen bayerische und tschechische Hochschulen. 2017 wurde die BTHA mit 887.000 Euro aus Mitteln des Heimatministeriums gefördert. Insgesamt konnten im ersten Jahr 48 Projekte unterstützt werden mit mehr als 650 Forschenden, Lehrenden und Studierenden. 66 Studierenden aus Bayern und Tschechien konnten Stipendien für Studienaufenthalte, Sprachkurse und Praktika im Nachbarland ermöglicht werden. Sechs Forschungsverbünde von jeweils mindestens zwei bayerischen und zwei tschechischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten mit Förderung der BTHA bis 2020 an gemeinsamen Themen, die von der Wirtschaft und den Geisteswissenschaften über Materialwissenschaften bis zur Digitalisierung in der Biomedizin reichen.

Gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern sind oberstes Ziel des Heimatministeriums. Jeder Mensch soll in seiner Heimat leben und arbeiten können, betonte Söder. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist gerade für den bayerisch-tschechischen Grenzraum ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Im Nachgang zum Entwicklungsgutachten fördert das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Leuchtturmprojekte im Grenzraum. Die Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur ist ein bis 2020 angelegtes Projekt, das im Rahmen der Projekte zur Umsetzung des Entwicklungsgutachtens der Staatsregierung für den bayerisch-tschechischen Grenzraum im Jahr 2016 gestartet ist. Das Projekt wird aus Mitteln des Heimatministeriums mit insgesamt 3,75 Millionen Euro finanziert.

Die BTHA ist als eigene Abteilung an das Bayerische Hochschulzentrum für Mittel-, Ost- und Südosteuropa (BAYHOST) angegliedert und fungiert als zentraler Ansprechpartner für alle Belange in der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien im Hochschul- und Wissenschaftsbereich. Die BTHA betreut unter anderem die bilateralen Stipendien- und Förderprogramme des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und des Ministeriums für Schulwesen, Jugend und Sport der Tschechischen Republik. Die Fördermöglichkeiten der BTHA reichen von Stipendien für Studienaufenthalte, Sprachkurse, Sommer- und Winterschulen in beiden Ländern über Mobilitätsbeihilfen für Praktika, Forschungsreisen und Exkursionen, Förderung für bilaterale akademische Projekte und Konferenzen oder gemeinsame Projektvorbereitung bis hin zu Forschungsverbünden mehrerer Universitäten und Hochschulen in Bayern und Tschechien. Die finanzielle Förderung wird durch Vernetzungs- und Beratungsangebote für Studierende, Lehrende, Forschende und das Management an bayerischen und tschechischen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen ergänzt.

Das 2. Bayerisch-Tschechische Hochschulforum in Weiden steht unter dem Motto „Bayerisch-tschechische Studienangebote: von der Sommerschule bis zur Promotion“.


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